Tsunami-Warnung für Alaskanische Inseln nach 8,8-Erdbeben

von Dr. Michael Wenger
07/30/2025

Nach dem stärksten Erdbeben, das in diesem Jahr in der Nähe der russischen Halbinsel Kamtschatka aufgezeichnet wurde, wurden Tsunamiwarnungen von Alaska über den Pazifik bis nach Neuseeland und sogar in die Ostantarktis ausgegeben.

Die rote Markierung zeigt den Ort des Erdbebens und die alaskanische Inselkette von Attu bis zu den Aleuten. Karte: Michael Wenger über Google Maps

Die russische Halbinsel Kamtschatka wurde in dieser Nacht von einem massiven Erdbeben erschüttert. Die Stärke des Bebens gaben die Behörden der NOAA mit 8.8 auf der Richterskala an. Das Beben wurde vor der Küste der Halbinsel in einer Tiefe von 74 Kilometern registriert. Damit gilt dieses Erdbeben als das bisher Stärkste dieses Jahres und zählt zu den 10 stärksten Erdbeben, die jemals aufgezeichnet wurden. Über Schäden in der dünn besiedelten Region ist bisher nicht bekannt.

Zeitgleich mit der Meldung des Erdbebens gaben die Behörden in den USA, Russland und Japan Tsunami-Warnungen für den gesamten Pazifikraum heraus. Die Warnungen betreffen vor allem die Inselketten Alaskas in der Nähe des Epizentrums, die Kommandeursinseln und Japan. Nach Angaben der Behörden könnten die durch das Erdbeben verursachten Wellen eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen.

Die Tsunami-Warnungen reichen von Attu bis zu den Küstengebieten Alaskas und Kanadas. Bild: Screenshot tsunami.gov

Die Warnungen betreffen nicht nur die Inseln und Küstengebiete auf der Nordhalbkugel. Auch die Behörden von Neuseeland warnten vor ungewöhnlich starken Strömungen und Wellen an der Nordküste des Landes. Die NOAA erliess sogar eine Warnung für die Ostantarktis, wo man Wellen von 0.3 – 1 Meter erwarten kann.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren noch keine Schäden oder Auswirkungen der Wellen gemeldet worden.