Während die Arktis zunehmend in den Fokus internationaler Interessen rückt und zugleich die ökologischen Folgen des Eisverlusts an beiden Polen deutlicher sichtbar werden, hat die Suche nach dem fünften Träger der Shackleton-Medaille für den Schutz der Polargebiete begonnen.
Die Auszeichnung wird jährlich am Geburtstag des Polarforschers Ernest Shackleton verliehen und soll die globale Bedeutung dieser sensiblen Regionen hervorheben.
Die Medaille wurde 2022 anlässlich des 100. Todestages Shackletons ins Leben gerufen und ist mit 10.000 Pfund dotiert. Sie würdigt Persönlichkeiten, die durch Mut, Pioniergeist und Verantwortungsbewusstsein zum Schutz der Polarregionen beitragen. Berücksichtigt werden Beiträge aus unterschiedlichen Bereichen: Von Exploration, Glaziologie und Wildtierforschung über internationale Zusammenarbeit und Innovation bis hin zu Engagement für Klima- und Umweltschutz.
Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger spiegeln diese Bandbreite wider:
Dr. Heïdi Sevestre sammelte bei einer anspruchsvollen Durchquerung der Antarktis wichtige Klimadaten, der Polarforscher Pen Hadow brachte Schutzfragen des zentralen Arktischen Ozeans in internationale Diskussionen ein. Die indigene Führungspersönlichkeit Valérie Courtois wurde für ihre Naturschutzarbeit ausgezeichnet, und der Jurist Cormac Cullinan setzt sich für neue rechtliche Perspektiven im Umgang mit der Antarktis ein.
Die Jury vereint internationale Expertinnen und Experten, darunter Pirita Näkkäläjärvi, Alexandra Shackleton, Martin Siegert, Klaus Dodds und John Geiger. Den Vorsitz führt der Wissenschaftler und Autor Professor Lewis Dartnell.
Nominierungen sind bis zum 10. April möglich
Verantwortlich: Marcel Schütz