Eisbär auf Spitzbergen erschossen: Untersuchung läuft

von Léa Zinsli
03/24/2026

Karte mit Longyearbyen und Agardhbukta an der Ostküste Spitzbergens (Quelle: TopoSvalbard)

Am Samstag, den 21. März 2026, wurde ein Eisbär von einer privaten Gruppe in Agardhbukta an der Ostküste Spitzbergens erschossen. Die Gruppe meldete den Vorfall selbst bei der Polizei, die daraufhin den Ort aufsuchte, den Vorfall untersuchte und die Beteiligten befragte.

Behörden hatten den Bären zunächst als „ein Tier von kleinerer Größe“ beschrieben. Eine veterinärmedizinische Untersuchung in Longyearbyen am 23. März ergab, dass es sich um eine junge Bärin von etwa zweieinhalb Jahren handelte, die 99 Kilogramm wog. Der Bär war nicht markiert und war allein unterwegs.

Experten erklären, dass Konflikte mit Menschen häufig junge, unerfahrene Bären oder Bären in schlechter Verfassung betreffen, die in solchen Situationen verzweifelter reagieren können.

Ein Eisbär auf Spitzbergen (Foto: Léa Zinsli)

Die Polizei teilte mit, dass sie „eine allgemeine Vorstellung vom Ablauf der Ereignisse“ habe, weitere Details jedoch nicht veröffentlicht werden, solange die Untersuchung andauert.

Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Eisbär in Svalbard erschossen wurde. Der letzte bekannte Vorfall ereignete sich im Juli 2025. Damals kam die Polizei nach Abschluss der Ermittlungen zu dem Schluss, dass es sich um eine Notwehrhandlung handelte. Eisbären sind seit 1973 geschützt und dürfen nur getötet werden, wenn Leben oder Sicherheit von Menschen gefährdet sind.

Léa Zinsli, PolarJournal