Die Sirius-Schlittenpatrouille hat im letzten Jahr neue grönländische Schlittenhunde in ihren Dienst aufgenommen. Die Hunde, zehn Hündinnen und fünf Rüden im Alter zwischen einem und drei Jahren wurden im Sommer 2025 in Ilulissat an der Westküste Grönlands ausgewählt und übernommen. Anschließend wurden sie über eine Distanz von mehr als 1000 Kilometern zum Hauptquartier der Patrouille in Daneborg an der Ostküste geflogen. Dort sind sie inzwischen fest in die bestehenden Hundeteams integriert.
Die Sirius-Schlittenpatrouille verfügt in der Regel über rund 100 Schlittenhunde. Eine größere Anschaffung fand zuletzt im Jahr 2013 statt, während 2019 eine kleinere Anzahl neuer Hunde hinzukam. Durch eine systematische Erfassung der Abstammung wird sichergestellt, dass die Stammbäume kontrolliert und Inzucht vermieden werden.
Sergeant Jensen, Leiter des Ausbildungsprogramms der Sirius-Schlittenpatrouille, begleitete das Team nach Ilulissat, um die Hunde auszuwählen. Die Auswahl erfolgt nach klar definierten Kriterien. „Wir prüfen beispielsweise, ob das Fell des Hundes weder zu dünn noch zu lang ist. Ist es dünn, erfriert der Hund. Ist es zu lang, bleibt Eis daran haften“, erklärte Jensen in der Mitteilung. Auch die Haut um Nase und Augen dürfe nicht zu hell sein, da Hunde anfällig für Sonnenbrand seien.
Von besonderer Bedeutung sei jedoch das Wesen der Tiere. „Das Wichtigste ist, dass die Hunde gesellig sind und gerne mit Menschen arbeiten“, so Jensen weiter. Junge Hunde ließen sich erfahrungsgemäß gut in bestehende Teams eingliedern, da sie sich schnell in die vorhandene Hierarchie einfügten.
Ilulissat, die drittgrößte Stadt Grönlands, wurde bewusst für die Auswahl gewählt. Dort leben mehrere tausend grönländische Schlittenhunde, was eine breite Auswahl und den Erwerb nicht verwandter Tiere ermöglicht. Die 15 neuen Hunde stammen von insgesamt 14 verschiedenen Besitzern, um eine größtmögliche genetische Vielfalt innerhalb der Patrouille sicherzustellen.
Rosamaria Kubny, PolarJournal