21.01.2026 – Nach Donald Trumps Auftritt in Davos kam es zu einer unmittelbaren politischen und wirtschaftlichen Reaktion sowohl in Europa als auch innerhalb der transatlantischen Allianz. Am Abend desselben Tages kündigte Trump an, die zuvor angedrohten Zölle gegen mehrere europäische Länder nicht zu erheben, nachdem er nach eigenen Angaben mit dem NATO-Generalsekretär eine Art „Rahmenabkommen“ für weitere Gespräche über Grönland und die gesamte Arktisregion erzielt habe, das als Grundlage für künftige Verhandlungen dienen solle. Trump erklärte, die für den 1. Februar geplanten neuen Zollmassnahmen würden damit nicht eingeführt, und stellte zugleich klar, dass Gespräche über sicherheitspolitische Fragen, darunter mögliche Verteidigungsinitiativen in der Arktis, fortgeführt würden. In Europa hatten die vorausgegangenen Zollandrohungen vorübergehend dazu geführt, dass das Europäisches Parlament die weiteren Schritte bei einem zuvor ausgehandelten EU-US-Handelsabkommen aussetzte, um seine Position gegenüber den US-Forderungen zu überprüfen. Die Ankündigung des Rahmenabkommens trug zwar zur kurzfristigen Entschärfung der Spannungen bei, doch bleibt die Frage der arktischen Sicherheit und der politischen Zukunft Grönlands ein fortlaufendes Thema in den Gesprächen zwischen Washington, Kopenhagen und Brüssel.
Marcel Schütz, PolarJournal

