Adélieland, Antarktis – Der seit Mitte Januar in der Antarktis vermisste französische Berufstaucher Gérald Malaussena ist tot aufgefunden worden. Der Fund erfolgte unter dem Meereis in der Nähe der französischen Forschungsstation Dumont-d’Urville-Station.
Malaussena galt seit dem 13. Januar 2026 als vermisst. Polar Journal berichtete. Zu diesem Zeitpunkt führte er einen wissenschaftlichen Tauchgang unter dem Meereis durch, der der Kontrolle und Wartung von Forschungsinfrastruktur diente. Nachdem er nicht wie vorgesehen an die Oberfläche zurückkehrte, wurden Suchmassnahmen eingeleitet.
An der Suche beteiligten sich französische Einsatzkräfte sowie internationale Partner. Aufgrund der Eisbedingungen und der eingeschränkten Sicht unter dem Eis kamen neben konventionellen Verfahren auch technische Mittel zum Einsatz. Schliesslich konnte ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug den Körper des Tauchers lokalisieren. Die anschliessende Bergung bestätigte seinen Tod.
Zu den genauen Umständen des Unglücks machten die zuständigen Stellen bislang keine weiteren Angaben. Entsprechende Untersuchungen laufen. Tauchgänge unter geschlossener Eisdecke gehören zum regulären Arbeitsalltag in der polaren Meeresforschung und erfordern spezielle Ausbildung sowie umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen, sind jedoch mit bekannten Risiken verbunden.
Gérald Malaussena galt als erfahrener Fachmann mit langjähriger Tätigkeit in polaren Einsatzgebieten.
Marcel Schütz, PolarJournal

