In der Antarktis läuft eine internationale Such- und Rettungsaktion nach einem Wissenschaftstaucher, der während eines Unter-Eis-Tauchgangs verschwunden ist. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 13. Januar 2026, in der Region Adélie Land.
Nach Angaben des französischen Polarinstituts Institut Paul-Émile Victor (IPEV) verschwand der Taucher während eines routinemässigen wissenschaftlichen Einsatzes nahe der Dumont-d’Urville-Station.
Der Tauchgang diente laut offiziellen Angaben der Wartung beziehungsweise Überprüfung wissenschaftlicher Messinstrumente unter dem Meereis.
Unmittelbar nach dem Verschwinden wurden Suchmassnahmen eingeleitet. Das IPEV erklärte, dass die geltenden Sicherheits- und Notfallprotokolle für Eistauchgänge aktiviert worden seien. Details zur genauen Tauchstelle, zur Tiefe des Einsatzes oder zu den herrschenden Umweltbedingungen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Aufgrund der extremen Bedingungen in der Antarktis ist die Suche logistisch anspruchsvoll.
Neben dem französischen Team wurden weitere nationale Antarktisprogramme um Unterstützung gebeten. Insbesondere die Australian Antarctic Division bestätigte, dass sie auf Anfrage hin mögliche Hilfsmassnahmen prüft und bereit ist, im Rahmen der verfügbaren Mittel Unterstützung zu leisten.
Über die Identität des vermissten Tauchers machten die Behörden bislang keine Angaben. Auch zur Frage, ob spezielle technische Mittel wie Unterwasserfahrzeuge, Sonarsysteme oder erweiterte Unter-Eis-Suchraster zum Einsatz kommen, äußerten sich die Verantwortlichen nicht. Das IPEV kündigte an, den Vorfall umfassend untersuchen zu wollen, sobald die akute Phase der Such- und Rettungsmassnahmen abgeschlossen ist.
Marcel Schütz, PolarJournal

