Greenland Airports und das staatliche dänische Flugsicherungsunternehmen Naviair haben ihre Vereinbarung über die künftige Flugsicherung am Flughafen Nuuk offiziell unterzeichnet. Wie bereits im Vorfeld angekündigt, wird Naviair künftig die Fluglotsen für den Flughafen Nuuk stellen. Hintergrund ist die Notwendigkeit, die Flugsicherung am Hauptstadtflughafen auszubauen, um den steigenden Anforderungen im Luftverkehr gerecht zu werden.
„Diese Vereinbarung ist eine Investition in die Zukunft. Die neue Lösung zur Flugsicherung schafft eine solide Grundlage für Wachstum und Effizienz am Flughafen Nuuk. Wir haben großes Vertrauen in die Kompetenz von Naviair und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, erklärte Jens Lauridsen, CEO von Greenland Airports.
Kern der Vereinbarung ist die Einführung einer sogenannten TMA-Lösung (Terminal Maneuvering Area), auch als geteilte Flugsicherung bekannt. Dabei überwachen Fluglotsen den Luftverkehr bis zu einem definierten Übergabepunkt. Anschließend übernehmen die bereits bestehenden AFIS-Dienste in Nuuk. AFIS-Operatoren erteilen keine direkten Anweisungen, sondern versorgen die Piloten mit relevanten Fluginformationen.
Die neue Flugsicherung soll voraussichtlich im Mai 2026 in Betrieb gehen. Laut Greenland Airports sollen damit auch die Kapazitätsbeschränkungen aufgehoben werden, die die dänische Transportbehörde im September eingeführt hatte. Ziel ist es, die Abfertigungskapazität des Flughafens deutlich zu erhöhen, ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit zu machen.
Naviair bringt umfangreiche Erfahrung im grönländischen Luftraum mit und ist bereits für die Flugsicherung an mehreren großen dänischen Flughäfen verantwortlich. Das Unternehmen befindet sich vollständig im Staatsbesitz.
„Wir freuen uns sehr, zum zukünftigen Verkehrsmanagement am Flughafen Nuuk beitragen zu können, zum Nutzen der Luftraumnutzer und der grönländischen Bevölkerung. Naviair erbringt seit vielen Jahren Flugsicherungsdienste in Grönland, und wir sehen der Fortsetzung und dem Ausbau der guten Zusammenarbeit mit den grönländischen Flughäfen mit großer Freude entgegen“, sagte Naviair-CEO Anders Rex.
Angaben zur Höhe der Kosten oder zur Finanzierung der neuen Flugsicherungslösung machten die Unternehmen in ihrer Mitteilung nicht.
Heiner Kubny, PolarJournal

