Das Polarjournal.net Team verabschiedet sich von seiner grossartigen Community

von Polar Journal AG Team
08/22/2025

Nach sechs Jahren ist die Reise von polarjournal.net zu Ende gegangen und das Team verabschiedet sich von Euch allen von Herzen.

Nach einer sechsjährigen Reise, in der wir über die polaren Welten berichtet haben, schließt PolarJournal.net nun seine Seiten. Wir haben uns bemüht, die fernen Regionen der Arktis und Antarktis näher zu bringen und sie für unsere zahlreichen Leser verständlicher und lebendiger zu machen. Heute richten wir uns mit tiefer Emotion und großer Dankbarkeit an euch.

Die Entwicklung unseres Logos: das ursprüngliche Logo im Jahr 2019 (oben) und das bekannte und geliebte Logo bis heute (unten).

Als wir 2019 polarjournal.ch ins Leben riefen, war unser Ziel einfach, aber ehrgeizig: einen Ort zu schaffen, an dem die Komplexität der Polarregionen für alle zugänglich wird. Von unseren jeweiligen Büros und Wohnorten in der Schweiz, Deutschland und Frankreich aus kamen wir zusammen, um eine Brücke des Verständnisses zu schlagen und Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur der Arktis und Antarktis einem globalen Publikum näherzubringen. Heute müssen wir mit einer Mischung aus tiefer Trauer und großem Stolz bekannt geben, dass diese Reise zu Ende geht.

Nach strategischen Überlegungen des Verwaltungsrats und angesichts der weltweit schwierigen wirtschaftlichen Lage für Online-Medien wird Polarjournal.net seinen Betrieb zum 31. August 2025 einstellen. Im Zuge der Einstellung des aktiven Betriebs werden unsere Social-Media-Kanäle zum gleichen Zeitpunkt geschlossen und die Optionen für Newsletter-Abonnements und Spenden von der Website entfernt.
Auch wenn wir nach diesem Datum keine neuen Inhalte mehr veröffentlichen werden, freuen wir uns, euch mitteilen zu können, dass die Website bis zum 31. Dezember 2025 online bleiben wird. Wir hoffen, dass sie euch allen als wertvolles Archiv für Polarangelegenheiten dienen wird.

Über Jahre war diese Plattform mehr als nur ein Job, sie war unsere gemeinsame Leidenschaft, unsere Liebe. Wir haben Energie, Zeit und sogar Blut (dank unzähliger Papierschnitte) investiert, um aufschlussreiche, bedeutungsvolle und interessante Inhalte rund um die Arktis und Antarktis zu liefern. Wir sind sehr dankbar für die unglaubliche Reise, die wir mit euch allen unternehmen durften. Für jeden Artikel, den ihr gelesen habt, für die aufschlussreichen Kommentare in unseren sozialen Medien, für die unzähligen wohlüberlegten E-Mails und persönlichen Kontakte – unser herzlichstes Dankeschön. Euer Engagement, eure Neugier und eure Unterstützung waren der Treibstoff, der diese Plattform angetrieben hat.

Gemeinsam haben wir etwas Besonderes geschaffen. Es ist uns gelungen, Akteure aus aller Welt – von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bis hin zu politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, von Reiseveranstaltern bis hin zu passionierten Reisenden – für die wichtigen Themen der Polarregionen zu sensibilisieren. Es war wirklich ein bemerkenswertes Abenteuer.

Wir haben uns nie einfach an unseren Schreibtischen hingesetzt, um über die Polarregionen zu schreiben. Wir waren vor Ort und hatten das große Vergnügen, einige der inspirierendsten Köpfe der Polargemeinschaft kennenzulernen und an Orten dabei zu sein, an denen über die Zukunft der Kryosphäre und unseres Planeten diskutiert wurde, von der jährlichen Arctic Circle Assembly in Reykjavik bis zum One Planet Polar Summit in Paris. Wir waren Zeugen von Meilensteinen wie der Taufe der Tara Polar Station und haben die Aufregung rund um die Vendée Globe 2024 miterlebt. Wir haben die Geburt des ersten in Südamerika gebauten Eisbrechers verfolgt, ebenso wie die von riesigen Eisbergen, die weltweit für Schlagzeilen sorgten, und mussten den Verlust großartiger und bewundernswerter Menschen betrauern. Wir haben die Polargemeinde miteinander vernetzt, als alle zu Hause festsaßen, und sie näher an die Orte gebracht, die wir alle so sehr lieben.

Ohne unsere Partner wäre dies alles nicht möglich gewesen. Wir sind sehr stolz auf unsere Partnerschaften mit der Fondation Tara Océan, Instituto Milenio BASE, APECS, dem Cerny Museum für zeitgenössische zirkumpolare Kunst und der deutsche Verlag „mare„. Unsere Zusammenarbeit mit dem ALPS-Museum in Bern, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten, dem Schweizerischen Polarinstitut, IAATO, AECO, Radio Arktis und die vielen Reiseveranstalter waren im Laufe der Jahre von unschätzbarem Wert. Sie alle haben unsere Arbeit bereichert und uns geholfen, eine vollständigere Geschichte zu erzählen.

Unsere Reise wurde auch von bemerkenswerten Menschen geprägt, die ihr Talent in diese Plattform gesteckt haben. Ihnen allen, die Artikel, Übersetzungen, Fotos und Produkte beigesteuert haben, sagen wir „Danke“. Ein besonderes, herzliches Dankeschön geht an Martha und Peter Cerny, die mehr als nur Partner waren; sie waren von Anfang an wahre Freunde und Unterstützer. Unser herzlicher Dank geht auch an Irene Quaile deren erstaunliche Blog-Beiträge uns immer eine einzigartige und persönliche Perspektive gaben. Und Sarah Thueler und Stefan Bauer sind wir unglaublich dankbar für die Hingabe und die kreative Energie, die sie in die Erstellung unserer neuen Webseite gesteckt haben.

Der letzte Sonnenuntergang für unsere Plattform, aber die Reise für die Polarregionen geht weiter. Bild: Michael Wenger

Mit dem Ende dieses Kapitels widmet sich unser Team neuen Herausforderungen und nimmt die Erfahrungen und Erinnerungen von polarjournal.net mit. Die Mission, zu informieren, aufzuklären und zu inspirieren, muss jedoch weitergehen. Die Polarregionen sind wichtiger denn je und brauchen engagierte, sachliche und ehrliche Stimmen.

Deshalb laden wir euch, unsere Community, dazu ein, eure Reise fortzusetzen und eure Leidenschaft und Unterstützung anderen Medien zu schenken, die sich dieser wichtigen Arbeit widmen. Bitte folgt und unterstützt Medien wie Alaska Beacon, Nunatsiaq News, Sermitsiaq, The Daily Maverick, The Conversation, The Eye on the Arctic, und The Arctic Institute. Fördert Institutionen wie das Cerny Museum of Contemporary Circumpolar Art und die nationalen Polarinstitute in Ihren Heimatländern. Unterstützen Sie all diejenigen, die sich dafür einsetzen, die Arktis und Antarktis in die Herzen und Köpfe der Menschen auf diesem Planeten zu bringen.

Noch einmal vielen Dank für alles. Es war uns eine Ehre, diese magische, wundervolle Welt mit euch allen teilen zu dürfen. Wir nehmen nun endgültig Abschied.

Mit tiefster Dankbarkeit,

Michael, Mirjana, Camille und Julia