Wer Südgeorgien besuchen möchte, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Regierung des britischen Überseegebiets hat eine schrittweise Erhöhung der Gebühren für Besuchergenehmigungen beschlossen. Ab 1. Juli 2026 kostet die Genehmigung 250 Pfund Sterling pro Person. Zum 1. Juli 2027 steigt die Gebühr auf 275 Pfund, ab 1. Juli 2028 auf 300 Pfund.
Die Gebühren sind in der offiziellen Gazette veröffentlicht worden und gelten für alle Besucher, die eine Einreisegenehmigung nach der Entry Control Ordinance 2022 benötigen. Die Anträge müssen spätestens acht Tage vor der geplanten Ankunft vollständig eingereicht und bezahlt werden. Geht die Zahlung später ein, wird zusätzlich eine Verspätungsgebühr von 50 Pfund erhoben. Die Genehmigung für Besucher bleiben 40 Tage gültig und können online sowohl einzeln als auch gesammelt beantragt werden. Expeditionsveranstalter und Reisebüros dürfen die Genehmigungen weiterhin im Namen ihrer Passagiere erwerben.
Südgeorgien zählt zu den bedeutendsten Naturreservaten der Erde und beherbergt riesige Kolonien von Königspinguinen, Albatrossen, See-Elefanten und Robben. Um diese empfindlichen Ökosysteme zu schützen, unterliegt der Tourismus seit Jahren strengen Auflagen. Das elektronische Genehmigungssystem dient nicht nur der Kontrolle der Besucherströme, sondern auch der Finanzierung des Naturschutzes und der Verwaltung des abgelegenen Überseegebiets.
Für die meisten Expeditionsreisenden dürften die höheren Gebühren angesichts der Gesamtkosten einer Reise nach Südgeorgien zwar nur einen kleinen Teil der Ausgaben ausmachen. Sie unterstreichen jedoch den hohen Stellenwert, den die Regierung einem nachhaltigen und streng regulierten Tourismus beimisst.
Rosamaria Kubny, PolarJournal

